Baguette ohne Baguetteblech backen – Alternativen & Baguetteblech selber machen

Baguette ohne Baguetteblech backen – Alternativen & Baguetteblech selber machen

Kein Baguetteblech zur Hand? Mit diesen Tricks klappt es trotzdem.

Von Merlin Roth · Aktualisiert am

Ohne Baguetteblech backen Sie Baguettes auf einem Backblech mit Backpapier und stützen den Teig mit gefaltetem Backpapier, Alufolie oder einem bemehlten Leinentuch (Couche), bis er in den Ofen kommt. Ein einfaches Baguetteblech lässt sich aus mehrlagiger Alufolie formen. Für regelmäßiges Backen ist ein gekauftes, perforiertes Baguetteblech aber die zuverlässigste Lösung.

Ein Baguetteblech hält den weichen Teig in Form und lässt die Hitze von unten an das Brot. Beides können Sie auch ohne Spezialblech hinbekommen – mit etwas Geschick und dem, was ohnehin in der Küche liegt.

5 Alternativen zum Baguetteblech

1. Backblech mit gefaltetem Backpapier

Legen Sie ein großes Stück Backpapier auf ein Backblech und falten Sie es zwischen den Teiglingen zu kleinen Wällen hoch. Die Falten stützen die Baguettes von der Seite, damit sie nicht breitlaufen. Klammern Sie die Enden bei Bedarf mit zwei ofenfesten Gegenständen (z. B. kleinen Auflaufformen) fest.

2. Bäckerleinen (Couche)

So machen es Bäcker: Die Teiglinge gehen in einem kräftig bemehlten Leinentuch, das zwischen den Stangen zu Falten gelegt wird. Kurz vor dem Backen rollen Sie sie vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier oder einen Brotschieber. Ein Küchenhandtuch aus Baumwolle funktioniert notfalls auch – dann großzügig bemehlen.

3. Pizzastein oder Backstahl

Ein vorgeheizter Pizzastein oder Backstahl gibt sehr viel Hitze an die Unterseite ab. Die Baguettes werden auf Backpapier direkt daraufgeschoben. Das Ergebnis kommt einem Lochblech am nächsten, die Teiglinge müssen aber fest genug sein, um ihre Form allein zu halten.

4. Gusseiserne Pfanne oder Bräter

Für kurze, dicke Baguettes oder ein „Bâtard“ eignet sich ein Bräter mit Deckel. Der Deckel hält den Dampf im Topf, nach 20 Minuten wird ohne Deckel fertig gebacken.

5. Brötchen- oder Ciabatta-Form

Formen für Hot-Dog-Brötchen, Ciabatta oder Brotstangen haben ähnliche Mulden. Für kurze Baguettes sind sie eine gute Notlösung.

Baguetteblech selber machen aus Alufolie

  1. Reißen Sie 4–5 Bahnen Alufolie ab, etwa 10 cm länger als Ihr gewünschtes Baguette.
  2. Legen Sie die Bahnen übereinander, damit die Form stabil wird.
  3. Legen Sie ein Nudelholz oder eine Flasche darauf und drücken Sie die Folie zu einer Mulde. Wiederholen Sie das für jede Mulde.
  4. Falten Sie die Ränder nach oben, damit die Mulden ihre Form behalten.
  5. Stechen Sie mit einer Gabel Löcher in den Boden – so kommt die Hitze besser an den Teig.
  6. Fetten Sie die Mulden ein und stellen Sie die Form auf den Rost.

Das selbstgemachte Blech hält ein paar Backgänge, ist aber weniger stabil und gibt die Hitze ungleichmäßiger ab als ein echtes Lochblech.

Lohnt sich ein echtes Baguetteblech?

Wenn Sie öfter als ein paarmal im Jahr Baguette backen: ja. Ein perforiertes Baguetteblech kostet nicht viel, ist schnell vorbereitet und liefert jedes Mal gleichmäßige, rundum knusprige Baguettes – besonders bei sehr weichem Teig wie in unserem Übernachtrezept. Welches Material zu Ihnen passt, zeigt unsere Kaufberatung.

Häufige Fragen

Kann man Baguette ohne Baguetteblech backen?

Ja. Formen Sie den Teig etwas fester, lassen Sie ihn in einem bemehlten Tuch oder gefalteten Backpapier gehen und backen Sie ihn auf einem Backblech mit Backpapier. Die Unterseite wird weniger knusprig als im Lochblech.

Was kann ich statt einem Baguetteblech nehmen?

Ein Backblech mit gefaltetem Backpapier, mehrlagig geformte Alufolie, ein Bäckerleinen (Couche), einen Pizzastein oder Backstahl oder eine Brötchen- bzw. Ciabatta-Form.

Wie mache ich ein Baguetteblech selber?

Mehrere Lagen Alufolie übereinanderlegen, um ein Nudelholz oder eine Flasche zu Mulden formen, mit einer Gabel Löcher hineinstechen und einfetten. Das Behelfsblech auf den Rost stellen.

Baguetteblech bei Amazon ansehen*